Pfalzis Marktkalendarium
Auch wenn es Märkte wie die heutzutage stattfindenden Mittelaltermärkte historisch nie gegeben hat, kann man sich deren Zauber nicht entziehen. Von all den aktiven und passiven Teilnehmern dieser Veranstaltungen werden die wenigsten wirklich im Mittelalter gelebt haben wollen. Also lebt man heute die schönen Seiten dieser Zeit so, wie man es sich vorstellt, und wie es gewesen sein könnte. Das Interesse vieler Beteiligter geht trotzdem so weit, dass die Herstellung der Waren, die auf den Märkten feilgeboten werden, nach alten Traditionen und nach alten Vorlagen erfolgt. So mancher Gewandschneider wurde zum Forscher und durchstreift Bibliotheken um mehr über die originalen Stoffe und Schnitte zu erfahren. Handwerker sind auf der Suche nach alten Werkzeugen um damit zu arbeiten oder um diese nachzufertigen und ihr Handwerk damit zu verrichten. Tavernen und Garküchen bieten Speisen und Getränke nach alten Rezepten an. Gaukler besinnen sich auf die alten Künste des Jonglierens und Feuer spuckens. Erzähler ziehen mit ihren Geschichten Jung und Alt in ihren Bann. Auch Musikanten, die heute zu jedem Mittelaltermarkt gehören, besinnen sich oft auf alte Instrumente und spielen darauf überlieferte Melodien. Aber gerade bei der Musik kann man den Verknüpfung mit der Moderne erfahren. So gibt es einige Spielleute, die alte Melodien mit modernen Instrumenten spielen, die alte und moderne Instrumente, sowie altes und neues Liedgut mischen. so wie es ihnen und ihren Zuhörern gefällt. Wenn dann noch ein Lager vorhanden ist, Schwertkämpfe und Ritterspiele stattfinden, die Bogenschützen ihre Kunst vorführen, eine Gerichtsverhandlung mit anschliessender Urteilsvollstreckung stattfindet, dann lebt man, für ein paar wundervolle Stunden, in einer anderen Zeit. Mit jedem Marktbesuch wird man ein neues Kleidungsstück oder einen anderen Ausrüstungsgegenstand erwerben, oder sich die Inspiration holen, dieses selbst zu fertigen. Beim nächsten Besuch eines Marktes möchte man nämlich ein Stück mehr dazugehören, das Treiben mitgestalten und mit erleben. Auch wird man nach einiger Zeit seine Sprache umstellen und zumindest einige Ausdrücke und Floskeln verwenden, die dem Markttreiben und der Zeit angepasst sind. Die Sprache und das Erscheinungsbild der Markttreibenden, die Musik, die Gaukler und Feuerspucker, die Gerüche der Kräuter- und Gewürze, das Treiben in den Tavernen ziehen viele Menschen so in ihren Bann, dass eine der häufigsten Fragen an die Markttreibenden die nach dem nächsten Markttermin ist.
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Tanja Aquaristik

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